Von der Vision zur erfolgreichen Umsetzung mit der ViMiStEx Formel: Der zmarTWay Masterplan Ansatz

zmarTWay Masterplanung

zmarTWay Masterplanung

Komplexe Herausforderungen und Vorhaben lassen sich nur erfolgreich umsetzen, wenn man den Blick für das Wesentliche nicht verliert, aber trotzdem zahlreiche Teilaufgaben und Aspekte und deren Abhängigkeiten sinnvoll koordiniert. Das funktioniert nur erfolgreich mit einem gewissen Maß an Struktur, Abstraktion und Fokussierung.

Wie bereits im Beitrag Was ist zmart? beschrieben, stellen Fokus und Vereinfachung wesentliche Grundkonzepte von zmarTWay dar.
Zum einen wird dies erreicht durch eine konsequente Aspekt-Orientierung bei der Planung und Durchführung von Aktivitäten. Auf dieses Konzept werde ich in einem separaten Beitrag detailliert eingehen.
Zum anderen wird dies durch den zmarTWay Masterplan Ansatz aktiv unterstützt. Auf dieses Konzept möchte in hier näher eingehen.

Das Masterplan Konzept kann grundsätzlich auf jeden Aspekt (Vorhaben, Themen, Verträge, Dinge, Organisationen, Fachbereiche, usw.) angewendet werden, um eine inhaltlich durchgängige Sicht über verschiedene Abstraktionsebenen hinweg zu erzeugen.
Ein zmarTWay Masterplan enthält bei vollständiger Anwendung aufeinander aufbauende Inhalte von der Vision über die Mission und Strategie bis zur Umsetzung. Je nach Anwendungsfall kann es auch sinnvoll sein, nur Teile davon anzuwenden.

Die ViMiStEx Formel

Im Rahmen eines Projekts, in dem das Konzept besonders wirkungsvoll zur Anwendung kam, prägten die Beteiligten den Begriff der ViMiStEx Formel.
Sie prägten sich damit das Konzept ein,

  1. eine Vision zu definieren,
  2. daraus eine Mission abzuleiten,
  3. daraus eine Strategie für die Umsetzung zu entwickeln und
  4. konkrete Maßnahmen für deren Umsetzung zu planen und durchzuführen.

Da es ein englischsprachiges Projekt war, ergab sich der Begriff ViMiStEx aus den Anfangsbuchstaben von Vision, Mission, Strategy und Execution.

Vision

Die Vision ist die Abbildung von konkreten Erwartungen, Vorstellungen, Beobachtungen oder Erfahrungen auf den relevanten Kontext.
Sie gründet auf einer wirklichkeitsnahen Vorstellung von der aktuellen Situation und der Zukunft und erzeugt Bilder mit denen man sich identifizieren und für die man sich begeistern kann.

Insbesondere unterscheidet sie Aussagen zum heutigen und dem zukünftigen Zustand (»wie es ist« / »wie es sein wird«) und schafft damit die Voraussetzung für die Herleitung einer Mission aus der Analyse der Unterschiede zwischen dem Ist-Zustand und dem erwarteten Zustand.

Z.B.:

Wie es ist

  • Derzeit sind in Deutschland ca. 50 Mio Kraftfahrzeuge gemeldet. Der Bestand stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an.
  • Die Europäische Union hat ein CO2-Ziel für die Fahrzeugflotten der Hersteller vorgegeben.
  • Auf Deutschlands Straßen sind derzeit ca.35.000 Elektroautos unterwegs.

Wie es sein wird

  • Die Bevölkerungsdichte in Ballungszentren wird kontinuierlich zunehmen.
  • Fossile Rohstoffe werden zunehmend knapper und damit teurer werden.
  • Die ökologische Sensibilität der Bevölkerung sowie der Politik wird weiter steigen.

Für ein kleines Vorhaben kann es ausreichend sein, den heutigen und den zukünftigen Zustand in jeweils wenigen Sätzen darzustellen. Für ein komplexes Produkt, eine Unternehmensgründung oder die eigene Lebensplanung wird die Formulierung der Vision wohl deutlich umfangreicher ausfallen und daher mehr Aufwand in Anspruch nehmen.

Mission

Die Mission definiert, was erreicht werden soll.
Sie leitet sich logisch aus der Vision ab. Und zwar typischerweise aus dem Gap zwischen dem heutigen und dem zukünftigen Zustand. 
Indem sie realistische Resultate bzw. Zielzustände definiert, macht Sie auch den Zweck und den Nutzen eines Vorhabens deutlich und bildet eine Basis für eine gemeinsame Identität.
Eine gute Mission definiert Ziele in Form von qualitativen oder quantitativen Soll-Zuständen, deren Erreichung zur erfolgreichen Umsetzung der Mission führen.

Zusätzlich kann neben der Frage »Was wollen wir erreichen?« auch die Fragen »Wofür stehen wir als Gemeinschaft?« und »Welche Werte und Prinzipien leiten unser Handeln?« durch Festlegung von Grundsätzen und Rahmenbedingungen für das Handeln beantwortet werden.

Für die Definition von Mission Statements bietet sich folgende Syntax an:

[Als <Rolle>] möchte ich <Ergebnis/Zustand>, um <Zweck/Nutzen>.
Z.B.: Als Projektleiter möchte ich eine gute Mission für das Projekt definieren, um den Sinn und Nutzen des Vorhabens für alle Projektbeteiligten transparent zu machen.

Ergänzend können im Sinne des »Law of Attraction« auch Wünsche für nicht aktiv beeinflussbare Rahmenbedingungen oder Ereignisse formuliert werden.

[Als <Rolle>] wünsche ich <Ergebnis/Zustand>, um <Zweck/Nutzen>.
Z.B.: Als Projektleiter wünsche ich mir 3 Monate durchgehend schönes Wetter, um das gesamte Projekt draußen abwickeln zu können.

Mission Statements können hierarchisch organisiert sein. D.h. ein Mission Statement kann durch ein oder mehrere andere Mission Statements konkretisiert werden.

Eine Mission, die selbstverständlich oder z.B. von außen vorgegeben ist, kann die vorherige Formulierung einer Vision und die Gap-Analyse überflüssig machen.

Strategie

Die Strategie definiert, wie die geplanten Ziele erreicht werden sollen.
Sie leitet sich logisch aus der Mission ab und definiert Wege, auf denen die gesteckten Ziele realistisch und sinnvoll erreicht werden können.

Für die Definition von Strategien bietet sich folgende Syntax an:

[Als <Rolle>] werde ich <Ergebnis/Zustand>, um <Zweck/Nutzen>.
Z.B.: Als Projektleiter werde ich einen Strategie-Workshop abhalten, um alle Projektbeteiligten in die Definition der Mission einzubeziehen.

Strategien können hierarchisch organisiert sein. D.h. eine Strategie kann durch ein oder mehrere andere Strategien konkretisiert werden.

Von außen vorgegeben Ziele können die vorherige Definition einer Mission überflüssig machen. es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass neben der Zielsetzung (was erreicht werden soll) auch der Zweck bzw. Nutzen (warum es erreicht werden soll) klar ist.

Umsetzung

Zur Umsetzung von Strategien werden geeignete Vorhaben, Aufgaben bzw. Handlungsschritte definiert und abgearbeitet.

Geeignete Konzepte zur effektiven und agilen Umsetzung dieser Maßnahmen sowie zur regelmäßigen Rückkopplung der Ergebnisse in die Vision, Mission und Strategie werde ich in einem separaten Beitrag vorstellen.
zmarTWay stellt auch hierfür geeignete Bausteine zur Verfügung, aus denen Sie das für Sie passende und richtige Umsetzungskonzept aufbauen können.

In vier Schritten zu Ihrem Masterplan

Kann ein zmarTWay Masterplan für Sie von Nutzen sein?
Probieren Sie es aus!

Setzen Sie einen Fokus

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und wählen Sie einen für Sie relevanten Aspekt – z.B. ein gerade aktuelles Projekt, ein Sie aktuell beschäftigendes Thema oder eine Organisation in Ihrem Verantwortungsbereich – aus.

Formulieren Sie eine Vision

Beantworten Sie die Frage »Wie sieht es heute aus?« für den von Ihnen gewählten Aspekt ausführlich.

  • Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Lassen Sie alles schmückende Beiwerk weg.
  • Verlassen Sie sich idealerweise auf Fakten. Vermeiden Sie möglichst Vermutungen.
  • Beleuchten Sie die aktuelle Situation sachlich. Benennen Sie erkennbare Schwächen konkret. Betrachten Sie Stärken nicht als selbstverständlich.

Beantworten Sie die Frage »Wie wird es zukünftig aussehen?« ausführlich.

  • Beleuchten Sie auch von Ihnen nicht beeinflussbare Rahmenbedingungen.
  • Formulieren Sie keine Hirngespinste.
    Sie müssen von der zukünftigen Entwicklung überzeugt sein und dies sachlich begründen können. Idealerweise können Sie auch andere von Ihrer Zukunftsvision überzeugen bzw. dafür begeistern.

Leiten Sie eine Mission ab

Gehen Sie gedanklich den Weg zwischen dem in Ihrer Vision beschriebenen heutigen und dem zukünftigen Zustand und machen Sie sich klar, welche (Zwischen-)Ergebnisse auf diesem Weg erreicht werden müssen.
Viele tun sich übrigens leichter, den Weg rückwärts zu gehen, d.h. vom zukünftigen Zustand zurück zum heutigen. Oft fällt es so leichter zu erkennen, was in welchen Schritten erreicht werden soll.

  • Nutzen Sie zur Formulierung von Mission Statements die o.g. Syntax.
  • Beschreiben Sie welches Ziel (was) sie erreichen möchten.
  • Beschreiben Sie, welchen Nutzen Sie sich davon erwarten bzw. zu welchem Zweck Sie es erreichen möchten (warum).
  • Benennen Sie optional die Rolle, in der Sie sich den Nutzen versprechen.
  • Ergänzen Sie ihre inhaltlichen Ziele bei Bedarf um weitere Mission Statements bzgl. Ihrer Grundsätze, Werte und Prinzipien.
  • Formulieren Sie bei Bedarf auch Wünsche für nicht aktiv beeinflussbare Rahmenbedingungen oder Ereignisse gemäß o.g. Syntax.

Legen Sie eine Strategie fest

Definieren Sie, auf welchem Weg (wie) sie die in Ihrer Mission definierten Ziele erreichen wollen.

  • Nutzen Sie zur Formulierung von Strategien die o.g. Syntax.
  • Beschreiben Sie für jede Strategie konkret, was Sie tun werden, um den definierten Soll-Zustand zu erreichen.
  • Beschreiben Sie, warum Sie diese Handlung für geeignet halten.
  • Benennen Sie optional die Rolle, in der Sie sich den Nutzen versprechen.

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