Die vier Motivationssäulen erfolgreicher und glücklicher Menschen

Motivation

Motivation

Glückliche Menschen ziehen ihre Zufriedenheit mit sich selbst und ihren Lebensumständen typischerweise aus vier wesentlichen Quellen.
Diese vier Quellen verleihen ihnen die Energie, den Mut, Antrieb und die Leistungsfähigkeit, sich aktiv auf ein erstrebenswertes Ziel zuzubewegen.

Manchmal wird angenommen, man könne Motive für ziel- und erfolgsorientiertes Denken und Handeln von außen vorgeben. Die Wahrheit ist jedoch, dass solche extrinsische Motivation nur sehr bedingt wirksam ist. Das von zahlreichen Studien belegte Problem der extrinsischen Motivation liegt darin, dass das Erhalten der in Aussicht gestellten »Belohnung« (z.B. Geld) zum primären Ziel wird. Und dieses Ziel versucht man dann möglichst effizient zu erreichen. Dabei geschieht es nicht selten, dass das eigentliche Ziel, für das die Belohnung ursprünglich ausgelobt wurde, vernachlässigt und nur rudimentär oder nicht wirksam erreicht wird.

Die Motivation für erfolgs- und zufriedenheitsförderndes Denken und Handeln muss daher von innen heraus kommen. Solche intrinsische Motivation kann man weder anordnen noch mit Zuckerbrot und Peitsche erzeugen. Intrinsische Motivation wächst aus innerer Überzeugung, Identifikation mit Werten, Handlungs- und Entscheidungsfreiheiten und (Selbst-)Wertschätzung.
Intrinsisch motivierte Menschen empfinden den Weg in Richtung eines erstrebenswerten Ziels nicht als belastend und anstrengend. Sie zweifeln auch nicht daran, ob sie sich auf dem richtigen Weg befinden und ob das Ziel überhaupt erreicht werden kann. Sie halten sich nicht mit Befürchtungen über Konsequenzen nicht erfüllter Vorgaben auf. Sie werden Ihre Ziele erreichen oder sogar übertreffen und sie sind dabei glücklich. Darüber hinaus generieren sie dadurch zusätzliche Motivation und Energie für neue Herausforderungen.

Carrots and sticks are so last century

Autonomie

Es ist ein natürliches Streben des Menschen, selbstbestimmt zu leben. Wir bestimmen gerne unsere Wege selbst und wollen selbst entscheiden, was wir wann tun und lassen.
Andere lassen wir nur ungern über unser Denken und Handeln bestimmen — außer wenn wir selbst keinen sinnvollen Weg sehen oder unter Zwang stehen.

Jeder Mensch ist mit innerem Antrieb geboren und benötigt eigentlich keine besondere Anleitung, um seine Bedürfnisse zu befriedigen und für ihn erstrebenswerte Ziele zu verfolgen.
Beobachten Sie z.B. gelegentlich ein spielendes Kind, wie es ohne äußere Einwirkung und Vorgaben Entscheidungen trifft, Ziele verfolgt und passende Handlungen vornimmt.

We’re all built with inner drive.

Nur wenn unsere Aktivitäten mit diesem inneren Antrieb im Einklang stehen, empfinden wir sie als sinnvoll und zielführend. Ansonsten tun wir uns naturgemäß schwer, uns damit zu identifizieren.

Auf den Punkt gebracht ist es einfach so, dass man motivierter ist und bessere Ergebnisse erzielt, je mehr man selbst darüber bestimmen kann, was man macht, wann und wo man es macht.

Gerne bemühe ich hier nochmal eines meiner Lieblingszitate:

Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois, couper des planches et distribuer du travail, mais réveille au sein des hommes le désir de la mer grande et large.
(Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.)
— Antoine de Saint Exupéry (zugeschrieben, Quelle unklar)

Exzellenz

Jeder möchte das, was er gerne macht auch besonders gut können. Andererseits bereitet einem eine Tätigkeit, die man exzellent beherrscht, auch besondere Freude.
Diese Mitkopplung sorgt für anhaltende intrinsische Motivation und gibt Schwung für neue Herausforderungen.

Nicht nur das meisterliche Beherrschen einer Sache, sondern insbesondere auch das Besserwerden verleiht uns inneren Antrieb.
Trotz aller eventuellen Anstrengungen gibt uns das Erlebnis kontinuierlicher Verbesserung unserer Fähigkeiten neue Energie und Motivation für weitere Anstrengungen.

Sinn

Ein weiterer wesentlicher Motivationsfaktor ist die sogenannte Warum-Kraft.

Wenn man weiß, warum man etwas macht und einen wirklichen Sinn dahinter sieht, geht man Vorhaben und Tätigkeiten mit Elan an und ist auch in der Lage, schwierige Passagen und Durststrecken zu meistern.

Ich empfehle deshalb regelmäßig, Ziele in Form von Mission Statements bzw. Stories oder Epics mit folgender Syntax zu formulieren:

[Als <Rolle>] möchte ich , um <Zweck/Nutzen>

Insbesondere, wenn der verfolgte Zweck bzw. der angestrebte Nutzen einer größeren Gemeinschaft zu Gute kommt und der einzelne sich als Teil eines größeren Ganzen verstehen kann, entsteht besondere Energie.

Diese Art von Motivation kann man weder erzwingen noch vortäuschen. Sie bringt einen dazu, morgens schwungvoll aufzustehen und engagiert ans Werk zu gehen. Sie hilft einem über Zweifel und Hindernisse hinweg und kann durchaus auch andere anstecken und mitreissen.

Wertschätzung

Sicherlich erzeugen Selbstbestimmung, exzellente Fähigkeiten und die Verfolgung eines hehren Ziels bereits ein gewisses Maß an Stolz und Selbstbewusstsein. Die daraus resultierende (Selbst-)Zufriedenheit ist die Basis für neue Motivation.

Jeder Mensch wird jedoch auch mehr oder weniger stark von der Resonanz seines sozialen Umfelds beeinflusst. Anerkennung von Leistungen und Wertschätzung persönlicher Eigenschaften geben uns die Bestätigung, ein wertvoller Teil einer Gemeinschaft zu sein. Diese Verbundenheit mit andern geschätzten Menschen macht zusätzliche Motivations- und Energiequellen zugänglich.

Durch emphatische Verbindungen mit anderen Menschen können wir uns als wichtigen und geschätzten Teil eines größeren Ganzen wahrnehmen. Diese Verantwortung einerseits und der Rückhalt durch die Gemeinschaft andererseits verleihen uns Mut, Antrieb und Sicherheit zur engagierten Verfolgung gemeinsamer Ziele.

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